Antrag auf Streichung der kostenlosen Fahrradmitnahme vom Verkehrsausschuss der

 

Zur Verkehrsausschuss-Sitzung der Region Hannover gab es einen Antrag, die zu bestimmten Zeiten grundsätzlich kostenlose Fahrradmitnahme aufzuheben. Dieser Antrag wurde abgelehnt.

 

Zur Verkehrsausschuss-Sitzung der Region Hannover gab es einen Antrag vom Regionsabgeordneten Jens Böning, die zu bestimmten Zeiten grundsätzlich kostenlose Fahrradmitnahme aufzuheben. Dieser Antrag wurde abgelehnt.  Der ADFC hatte im Vorfeld zur Sitzung die folgende Stellungnahme an die Ausschussmitglieder der anderen Parteien geschickt:

„Im Hinblick auf die Klimakrise muss der Umweltverbund dringend weiter gestärkt und ausgebaut werden. Da Busse und Bahnen nicht überall in kurzen Taktzeiten fahren können, ist die Kombination mit dem Fahrrad der entscheidende Hebel, um mehr Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV zu bewegen. Dazu braucht es nicht nur ausreichend Park & Ride-Plätze, sondern eben auch die Möglichkeit der Fahrradmitnahme.

Im GVH sind die Mitnahmemöglichkeiten klar geregelt: zu Zeiten, in denen ein hohes Fahrgastaufkommen erwartet wird, gibt es Sperrzeiten. Zu diesen Zeiten ist die Fahrradmitnahme bei Uestra und Regiobus untersagt, im Schienenverkehr ist eine zusätzliche 1-Zonenfahrkarte erforderlich.
Zusätzlich gibt es für den Fall der Überfüllung der Mehrzweckabteile eine klar festgelegte Reihenfolge: erst Rollstuhlfahrende, dann Menschen mit Kinderwagen, dann können Fahrräder mit. Das Argument, dass dadurch Sitzplätze fehlen, zieht nicht, denn die Klappsitze in den Mehrzweckbereichen sind normalerweise freizuhalten und zählen bei der Anzahl der Sitzplätze nicht mit.

Was das Argument der Fairness (Autofahrer werden kräftig zur Kasse gebeten) angeht: bisher sind die GVH-Tarife pünktlich jedes Jahr erhöht worden, die Menschen (auch die Radfahrenden), die den ÖPNV nutzen, zahlen also jedes Jahr mehr Geld für ihre Fahrten. Für Fahrräder zahlt man zwar außerhalb der Sperrzeiten nichts, aber Koffer und andere Gepäckstücke kosten ja auch nicht zusätzlich.
Im Gegensatz dazu sind die Parkgebühren in der Stadt Hannover Anfang 2019 zum ersten Mal nach 2013 erhöht worden und seitdem m.W. noch nicht wieder gestiegen.  

Auch auf Landes- und Bundesebene fordert der ADFC, dass die Fahrradmitnahme im Bahnverkehr  "grundsätzlich kostenfrei" sein soll,  wie es z.B. in Thüringen und Sachsen-Anhalt bereits der Fall ist.  
Und nicht zuletzt steht im Koalitionsvertrag der niedersächsischen Landesregierung u.a.
- Wir wollen den Anteil des Radverkehrs im Gesamtverkehr von heute 15 Prozent auf mindestens 25 Prozent bis spätestens 2030 steigern, Niedersachsens Stellung als Fahrradland Nummer eins und die Verknüpfung des Fahrrads mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) stärken.
- Wir streben die kostenlose Fahrradmitnahme zu landesweit einheitlichen Zeiten an.“

 


https://isernhagen.adfc.de/neuigkeit/antrag-auf-streichung-der-kostenlosen-fahrradmitnahme-vom-verkehrsausschuss-der

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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